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Das Makrozoobenthos im Elbe-Urstromtal

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Rehm, P. (2002): Das Makrozoobenthos im Elbe-Urstromtal , Diplom thesis, Marburg.
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Das Ziel dieser Arbeit war die Beschreibung der Struktur des Makrozoobenthos entlang eines Transektes im Elbe-Urstromtal in der südlichen Nordsee. Dazu wurden vom 30.05. bis 24.06.2000 mit dem Forschungsschiff Heincke und vom 22.03 bis 22.03.2001 mit dem Forschungskutter Uthörn insgesamt 13 Stationen mit einem van Veen-Backengreifer beprobt. Ergänzend kam im Jahre 2000 eine Baumkurre an 7 Stationen zum Einsatz.Im gesamten Untersuchungsgebiet waren 267 Taxa aus 12 Tierstämmen vertreten. Dabei war der mittlere Teil des Elbe-Urstromtals durch verhältnismäßig wenige Arten gekennzeichnet. Die Biomasse nahm mit Entfernung zur Küste ab, wobei die Anteile der taxonomischen Großgruppen erhalten blieben. Die Echinodermata dominierten sowohl die Biomasse als auch die Abundanz. Weitere dominante Gruppen waren Polychaeta und Mollusca.Zur Differenzierung von Faunengemeinschaften diente einerseits die Clusteranalyse, andererseits wurde aber auch die Multidimensionale Skalierung verwendet. Beide Verfahren beruhten auf der Analyse von Abundanzen. Als Ergebnis beider Methoden ergaben sich drei Assoziationen, welche nach charakterisierenden Arten benannt wurden. Die im südlichenElbe-Urstromtal gelegene AmphiurabrachiataTellimyaferruginosaAssoziation ist vergleichsweise einheitlich, während die mittlere Übergangsassoziationund die nördliche AmphiurafiliformisGalathoweniaoculataNuculomatenuis-Assoziation eine graduelle Verteilung entlang des Elbe-Urstromtales aufweisen.Unter Berücksichtigung der besonderen hydrographischen Verhältnisse zeigt sich das Elbe-Urstromtal als Einwanderungsweg für kälteliebende Arten. Der nördliche Teil des Tales ist stark durch Faunenelemente der zentralen Nordsee beeinflusst, wie Galathowenia oculata und Nuculoma tenuis. Im mittleren Bereich des Elbe-Urstromtales nehmen sowohl die Abundanz als auch die Anzahl der kälteliebenden Arten ab. Südliche Stationen in der Nähe Helgolands zeichneten sich durch ein vermehrtes Auftreten arktischer-borealer Arten aus.Diese Parallele der beiden tiefsten Bereiche der südlichen Nordsee spiegelt die Besonderheit beider Regionen wieder.In Verbindung mit weiteren Daten des Projektes Erfassung und Bewertung ökologisch wertvoller Lebensräume in der Nordsee des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), deutet sich eine Bestätigung des Elbe-Urstromtales als besonderen Lebensraum innerhalb der schlickigen Gebiete der südöstlichen Nordsee an.Der Vergleich von älteren Arbeiten machte eine Verschiebung der Bodengemeinschaften im südlichen Elbe-Urstromtal deutlich. Einige Arten zogen sich in tiefere Bereiche zurück, andere verschwanden ganz aus diesem Bereich. Der Schlangenstern Amphiura filiformis als charakteristische Art scheint in einigen Gebieten durch A. brachiata verdrängt. Dieses Verhältnis deutet eine faunistische Zonierung an, wie sie sich in der Biskaya darstellt.

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