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Der Kontinentalrand Ostgrönlands: Ergebnisse reflexionsseismischer Untersuchungen in der norwegisch grönländischen See zwischen 75°N und 78°N

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Berger, D. and Jokat, W. (2006): Der Kontinentalrand Ostgrönlands: Ergebnisse reflexionsseismischer Untersuchungen in der norwegisch grönländischen See zwischen 75°N und 78°N , 66. Jahrestagung der DGG, 06.-09. März, Bremen, Deutschland. .
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Die norwegisch-grönländische See gilt derzeit noch als ein kaum wissenschaftlich erforschtes Gebiet. Um erstmalig Strukturen im äußeren Schelfbereich, dem Kontinentalrand und der angrenzenden Tiefsee zu erhalten,wurde im Jahr 2003 eine Expedition in das Gebiet zwischen der Jan Mayen Fracture Zone und der Greenland Fracture Zone (GFZ) vorgenommen.Die reflexionsseismischen Daten wurdenzwischen 75°N und 78°N mit einem 600 m und einem 3000 m langen Streameraufgezeichnet. Insgesamt wurden ca. 4400km Reflexionsseismik erfasst. Des Weiteren wurden aeromagnetische, gravimetrische und refraktionsseismische Daten erhoben.Die Daten des 600 m langen Streamers wurden standardmäßig sortiert, gefiltert, analysiert, korrigiert, gestapelt und liegen in Form von zeitlich migrierten Sektionen vor. Eine erste Sedimentmächtigkeitskarte für den nördlichen Bereich der norwegisch-grönländischen See ermöglicht eine Bestimmung der Sedimentverteilungin diesem Gebiet. Generell nimmt die Sedimentmächtigkeit von Süd nach Nord zu. Auf dem Profil AWI-20030165, überdie GFZ ist sichtbar, dass sich im nördlich angrenzenden Boreas Becken größere Sedimentablagerungen befinden als im Grönland Becken. Die GFZ hat an dieser Position eine Breite in Nord-Süd-Richtung von 13 km. Auf allen West-Ost-Profilen nördlich 75°N des Datensatzesdes 600 m langen Streamers ist einBasement - Hoch erkennbar, das als Greenland Escarpment bekannt ist. Der Verlauf in nördlicher und südlicher Richtung ist bisher spekulativ, da jegliche Datengrundlage fehlte. Dieses Escarpment befindet sich im Bereich des Kontinentalhanges in unterschiedlichenMeerestiefen, variierend zwischen1500 m und 2500 m, und stellt sich nichtals Lineament in derWassertiefe dar. Vielmehr variiert die Position des Escarpments um 13-16 km in Ost-West-Richtung. Die Lage relativ zu den bekannten Meeeresbodenspreizungsanomalien (C24) deutet an, dass sich diese Struktur im Kontinent-Ozean-Bereich befindet. Es handelt sich bei dem Greenland Escarpment mit hoherWahrscheinlichkeit um eine vulkanische Struktur, die in Verbindung mit der Öffnung der norwegisch-grönländischen See entstanden ist. Weiterhin werden in diesem Beitrag Sedimentmächtigkeiten nördlich 75°N dargestellt und welchen Einfluss haben Strukturen im Basement auf die Ablagerung der Sedimente.

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