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Der Kontinentalrand Ostgrönlands: Glaziale Sedimentstrukturen in der norwegisch grönländischen See zwischen 72°N und 75°N

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Berger, D. and Jokat, W. (2006): Der Kontinentalrand Ostgrönlands: Glaziale Sedimentstrukturen in der norwegisch grönländischen See zwischen 72°N und 75°N , 66. Jahrestagung der DGG, 06.-09. März, Bremen, Deutschland. .
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Die Ausdehnung des grönländischen Eisschildes während des Plio/Pleistozäns ist für Ostgrönland weitgehend unbekannt. Es kann davon ausgegangen werden, dass in diesem Zeitraum weite Bereich des heutigenSchelfgebietes wiederholt durch Gletscher erodiert bzw. geformt wurden. Die heutige Bathymetrie zeigt insbesondere in den Fjorden markante Tröge, die wahrscheinlich durch schnell fließende Eisströme geformt worden sind. Hinweise für die Intensität undHäufigkeit der Glaziale kann indirekt über seismische Daten am Ostgrönlandhang abgeleitet werden. Wie auch an anderen glazial überprägten Schelfgebieten wurde der Schelf durch die glaziale Sedimentation erheblichvorgebaut.Ein Vergleich mehrerer seismischer Profile, die im Jahr 2003 erfasst wurden, zeigt dass der Vorbau des Schelfgebietes von Nord nach Süd abnimmt. So sind die progradierendenSequenzen auf dem nördlichen Profil(AWI-20030390) in einem Bereich über ca.75 km sichtbar (bis CDP 8600), doch aufdem Profil (AWI-20030350) erstreckt sichdiese glaziale Struktur nur über einen Weitenbereich von ca. 38 km. Während im Süden des Messgebietes zwischen den Glazialen noch hohe Sedimentationsraten zu erkennen sind, sind die Topsets der nördlichen Profile durchgehend erodiert. Dies weist für diesen Bereich entweder auf eine stärkere glazialeErosion oder geringere Sedimentationsraten zwischen den Erosionszyklen hin.Während der Bearbeitung der Daten zeigtesich, dass die Geschwindigkeitsmodelle sehr komplex sind. So ist der glazial überprägte Schelfbereich nicht nur in der Sedimentstruktur erkennbar, sondern auch die Informationen aus der Geschwindigkeitsanalyse lassen darauf schliessen. Der Geschwindigkeitsgradientinnerhalb der oberen Sedimente ist sehr gross, so dass nahe der Meeresbodenoberfläche mit Geschwindigkeiten von 2.1 km/s zu rechnen ist, was auch die Analyse der refraktionsseismischen Daten bestätigt.Des Weiteren befinden sich im Untergrundlow-velocity-Zonen im ÜbergangsbereichKontinentalschelf zu Kontinentalhang. Auf dem Profil AWI-20030390 ca. 1 km unterhalb der progradierenden Sequenzen ist ein Bereich niedriger Geschwindigkeit zu erkennen. Die Geschwindigkeit nimmt von 2700 m/s auf2400 m/s ab.Erste Messergebnisse dieser Messkampagnewerden vorgestellt.

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