ePIC

Praxistest für das Makrophyten- und Miesmuschel- Monitoring bei Helgoland im Rahmen der WRRL: Küstengewässertyp Helgoland (N5)

Edit Item Edit Item

General Information:

Citation:
Bartsch, I. , Kuhlenkamp, R. , Boos, K. and Gehling, C. (2006): Praxistest für das Makrophyten- und Miesmuschel- Monitoring bei Helgoland im Rahmen der WRRL: Küstengewässertyp Helgoland (N5) , Bericht im Auftrage des Landesamt für Natur und Umwelt (LANU) Schleswig-Holstein, Flintbekseiten., 71 .
Cite this page as:
Contact Email:
Download:

[img]
Preview
PDF (Fulltext)
Bar2006c.pdf

Download (2837Kb) | Preview
Cite this document as:
Supplementary Information:

Abstract:

Der vorliegende Praxistest umfasste das Monitoring der Fucus serratus Bestände und der Grünalgen im N-Watt, der Mytilus-Bestände im N-Watt und an den äußeren Küstenlinien Helgolands und die Erfassung der Algentiefengrenzen entlang eines sublitoralen Transektes im Norden der Insel. Die erhobenen Daten wurden auf die Klassifizierung von Bartsch & Kuhlenkamp (2004) angewendet. Es zeigte sich, dass für einen angewandten Einsatz der Klassifizierung Anpassungen vorgenommen werden mussten, vor allem hinsichtlich der quantitativen Datengrundlage. So wurde eine Referenzfläche im N-Watt definiert, auf die sich Flächenveränderungen in Zukunft beziehen sollen. Ferner wurden mit Hilfe von GIS und DGM aus historischen oder aktuellen Daten für den Fucus serratus, F. vesiculosus und Mytilus edulis Bereich quantitative Bezugsflächen kalkuliert, die vorher so nicht vorlagen. Die Mytilus-Kartierung zeigte, dass die Bestände um die Insel herum (nicht Hafenbereiche) im allgemeinen klein sind und somit der Bestand im Norden als wichtigster Standort angesehen wird. Dort haben sich die Abundanzen aber so verringert, dass nicht mehr von einem klassischen Mytilus-Feld, sondern nur von einem potentiellen Mytilus-Feld gesprochen werden kann. Für die ebenfalls bisher nur qualitative Klassifizierung der Grünalgen wurde ein Gesamtansatz aus den Abundanzdaten der Rasterkartierung entwickelt, der jedoch auf Grund mangelnder Datenlage noch nicht abgesichert ist. Hier müssten vergleichende Untersuchungen entlang eines Belastungsgradienten erfolgen. Die Klassifizierung der Algentiefengrenzen wurde ebenfalls verbessert; es zeigte sich, dass in Zukunft nicht alleine der Effekt auf die Laminarien sondern auf die gesamte dominante sublitorale Flora berücksichtig werden sollte, da dies die Klassifizierung deutlich robuster macht; dies wird aber auch den Monitoringaufwand erhöhen. Die Einordnung der Monitoringdaten in den Klassifizierungsansatz ergab für den Wasserkörper Helgoland (N5) eine Einordnung in den guten bis mäßigen Zustand. Allerdings wurde eine drastische Reduktion der dominanten sublitoralen Braunalgenart Laminaria saccharina gegenüber dem historischen Zustand und 1965-67 festgestellt, was bisher nicht eingeordnet werden kann. Es wird empfohlen, die am AWI und LANU vorhandenen Diversitätsdaten des Eulitorals auch nach dem Ansatz der NEA-GIG auszuwerten bzw. hierfür eine Eulitoral bezogene floristische Diversitätsklassifizierung zu entwickeln. Ferner zeigte sich, dass eine isolierte Betrachtungsweise einzelner Variablen zu falschen Schlüssen führen kann und die Entwicklung eines hierarchischen Ansatzes angestrebt werden sollte.

Further Details:

Imprint
AWI
Policies:
read more
OAI 2.0:
http://epic.awi.de/cgi/oai2
ePIC is powered by:
EPrints 3