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Die Ozeanboden-Seismometer des Deutschen Geräte-Pools für amphibische Seismologie

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Schmidt-Aursch, M. C. , Jokat, W. and Miller, H. (2006): Die Ozeanboden-Seismometer des Deutschen Geräte-Pools für amphibische Seismologie , 32. Sitzung der Arbeitsgruppe Seismologie des FKPE, 04-06 Oktober 2006, Gräfenberg. .
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Der "Deutsche Geräte-Pool für amphibische Seismologie (DEPAS)" ist ein neuer Pool breitbandiger Seismometer für Langzeiteinsätze an Land und auf dem Meeresboden. Er besteht zur Zeit aus 75 Landstationen, welche vom GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) betrieben werden, sowie aus 80 Ozeanboden-Seismometern (OBS), welche technisch und organisatorisch vom Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven (AWI) betreut werden. Der Einsatz aller Geräte erfolgt nach den Empfehlungen eines extern besetzten Lenkungsausschusses. In diesem Beitrag werden die technischen Details der Ozeanboden-Seismometer vorgestellt und Daten des ersten Feldeinsatzes gezeigt.Die OBS bestehen aus einem rostfreien Titanrahmen, Auftriebskörpern aus syntaktischem Schaum und mehreren Titan-Druckrohren. In den Druckrohren sind der Datenlogger zum Aufzeichnen derseismischen Signale, sowie die zur Versorgung des Rekorders notwendigen Batterien untergebracht. Für kurzzeitige Anwendungen, z.B. aktive Experimente werden die Druckrohre mit preisgünstigenAlkali-Batterien bestückt. Bei Verwendung von Lithium-Zellen kann für passive Messungen eine Einsatzdauer von bis zu 16 Monaten erreicht werden. Ein Druckrohr enthält einen akustischen Transponder zur Kommunikation mit dem Gerät und zum Abwerfen des Ankergewichtes. Ein Blitzlicht und ein Peilsender helfen nach dem Auftauchen bei der Ortung und Bergung der OBS. Die maximale Einsatztiefe der meisten Ozeanboden-Seismometer beträgt 6000 m, speziell für die Erforschung von Subduktionszonen wurden einige Geräte für Tiefen bis zu 7300 m ausgelegt.Alle Ozeanboden-Seismometer sind mit einem breitbandigen Seismometer (60 s - 50 Hz) und einem Hydrophon (100 s - kHz) ausgerüstet. Damit sind sowohl refraktionsseismische Experimente mitLuftpulsern als auch seismologische Messungen möglich. Der erste Feldeinsatz im Südatlantik mit FS Polarstern verlief erfolgreich. Nach der Aufnahme eines weitwinkelseismischen Profils wurdenmehrere Beben registriert, darunter auch ein großes Beben nahe Tonga. Eine erste Auswertung dieses Bebens zeigt, dass der untere Frequenzbereich der Breitbandseismometer sogar noch überdie nominellen 60 s hinausgeht. Zusammen mit den neuen breitbandigen Landstationen bietet der Pool somit Geowissenschaftlern neue Möglichkeiten für die Durchführung verschiedeneramphibischer Experimente.

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