ePIC

Referenz und Klassifizierungsansatz für die Makrophytenvegetation des Nordfriesischen Wattenmeeres gemäß der Vorgaben der EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL). Rekonstruktion des historischen Leitbildes für das NF Wattenmeer. Klassifizierungsvorschlag für die Makrophytenvegetation der Schleswig-Holsteinischen Nordseeküstengewässer. Monitoring-Strategien und Parameter.

Edit Item Edit Item

General Information:

Citation:
Schanz, A. and Reise, K. (2006): Referenz und Klassifizierungsansatz für die Makrophytenvegetation des Nordfriesischen Wattenmeeres gemäß der Vorgaben der EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL). Rekonstruktion des historischen Leitbildes für das NF Wattenmeer. Klassifizierungsvorschlag für die Makrophytenvegetation der Schleswig-Holsteinischen Nordseeküstengewässer. Monitoring-Strategien und Parameter. , [Miscellaneous]
Cite this page as:
Contact Email:
Download:

Supplementary Information:

Abstract:

Ziel der im Dezember 2000 in Kraft getretenen EG-Wasserrahmenrichtlinie ist das Erreichen des guten ökologischen Zustandes aller europäischen Oberflächen-gewässer bis zum Jahr 2015. Die Umsetzung dieses Zieles erfordert die Beschreibung und Typisierung der Oberflächengewässer, wie Seen, Flüsse, Übergangs- und Küstengewässer, sowie die Erarbeitung von Kriterien und Parametern zur Beurteilung der ökologischen Qualität dieser Gewässer.Zur Beurteilung des ökologischen Zustandes des Nordseeküstengewässertypus N2 (mesotidale euhaline geschützte Wattenküste) des Nordfriesischen Wattenmeeres wird im Rahmen dieser Arbeit ein historisches Leitbild für die Qualitätskomponente der Makrophyten (Makroalgen und Angiospermen) erarbeitet, welches im Sinne der EG-WRRL den Referenzbedingungen (ohne störende anthropogene Einflüsse) entspricht, und den ökologischen sehr guten Zustand der Küstengewässer charakterisiert.Es wird die Entwicklung relevanter Parameter, wie z.B. die Entwicklung der Makroalgen und Seegräser, das Verschwinden habitatbildender Lebensgemeinschaften (wie z.B. Austern- und Sandkorallenriffe) sowie das Auftreten eingeschleppter Arten im Nordfriesischen Wattenmeer während des letzten Jahrhunderts beschrieben. Außerdem wird das erarbeitete historische Leitbild mit dem heutigen Zustand der Makrophytenvegetation im Wattenmeer verglichen.Anhand historischer Beschreibungen epibenthischer Lebensgemeinschaften des letzten Jahrhunderts und neueren ökologischen Untersuchungen sowie umfassenden Monitoring-Daten wird ein vorläufiges Klassifizierungssystem für die Qualitätskomponente der Makrophyten erarbeitet. Abschließend werden Empfehlungen zu Monitoring-Strategien und Parametern für das zukünftige Monitoring des ökologischen Zustandes der Nordseegewässertypen (N2 und N4) im Bereich des Schleswig-Holsteinischen Wattenmeeres im Sinne der WRRL gegeben.Für die Beurteilung der ökologischen Qualität der Schleswig-Holsteinischen Küstengewässer (Typ N2 und N4) werden, in Anlehnung an das erarbeitete historische Leitbild, im Gezeitenbereich die Entwicklung von Seegräsern (Zostera marina und Zostera noltii) und opportunistischer Grünalgen, und im Sublitoral das Vorkommen von Zostera marina Wiesen sowie störempfindlicher Rot- und Braunalgen als geeignete Klassifizierungsparameter herangezogen. Dabei werden im Gezeitenbereich die räumliche Ausbreitung, der Bedeckungsgrad und die Biomasse von Zostera Wiesen und schnellwüchsigen Grünalgen sowie das äußere Erscheinungsbild der Seegraswiesen beurteilt. Im Sublitoral wird das Vorkommen und Erscheinungsbild von Zostera marina Wiesen sowie die Tiefengrenzen störempfindlicher Rot- und Braunalgen klassifiziert.Ein erster Vergleich des heutigen mit dem historischen Zustand zeigt, dass sich die Makrophytenvegetation des Nordfriesischen Wattenmeeres im letzten Jahrhundert sowohl qualitativ als auch quantitativ stark verändert hat. Sublitorale Seegraswiesen (Zostera marina) verschwanden um 1933/34 und siedelten sich im Wattenmeer bis heute nicht wieder an. Auch das Vorkommen von Rot- und Braunalgenarten wurde seit Anfang des 19. Jahrhunderts im Gezeitenbereich immer seltener. Im Gegensatz dazu kam es im oberen Gezeitenbereich zu einem starken Anstieg von Grünalgen. Das Vorkommen von Seegräsern Zostera marina und Zostera noltii im Gezeitenbereich konnte sich hingegen behaupten, aber zeigte über mehrere Jahre verlaufende Bestandsschwankungen.Eine erste vorläufige Einschätzung und Beurteilung der heutigen Wasserqualität anhand der vorgeschlagenen Klassifizierungsparameter ergibt für das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer einen Gewässergütezustand zwischen dem befriedigenden und unbefriedigenden Zustand (Klasse 3-4).

Further Details:

Imprint
AWI
Policies:
read more
OAI 2.0:
http://epic.awi.de/cgi/oai2
ePIC is powered by:
EPrints 3