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Rot, grün, braun und glitschig: Helgoländer Großalgen. Langfristige Änderungen der Biodiversität und kurzfristige Schwankungen der Bestände.

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Bartsch, I. (2008): Rot, grün, braun und glitschig: Helgoländer Großalgen. Langfristige Änderungen der Biodiversität und kurzfristige Schwankungen der Bestände. , Journalistentag Marine Biodiversität, Universität Hamburg, Zoologisches Museum. April 2008. .
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Die Felseninsel Helgoland stellt innerhalb der südlichen Nordsee ein einzigartiges Habitat für Bodenorganismen dar. Die Makroalgenflora bildet Unterwasserwälder, die einer Vielzahl von tierischen und pflanzlichen Arten Schutz, Kinderstube, Nahrung und Substrat bieten. Ein Verlust oder größere Veränderungen dieser Wälder werden Konsequenzen für das ganze Ökosystem haben. Um Veränderungen registrieren zu können, müssen die Bestände räumlich, zeitlich und in ihrer Diversität erfasst werden. Das über 100 Jahre alte Herbarium an der Biologischen Anstalt Helgoland bietet die Möglichkeit, qualitative Veränderungen der Algenflora nachzuvollziehen (siehe auch www.gbif.org). Trotz des Verlustes und der Neuzugänge von Arten und Habitaten (Bartsch & Kuhlenkamp 2000), waren die meisten Biotope über die letzten 100 Jahre immer vorhanden (Bartsch & Tittley 2004). In den letzten beiden Jahrzehnten haben jedoch invasive Arten manche Bereiche drastisch verändert. In den letzten beiden Jahren wurden zwei Neuzugänge von Makroalgen-Arten aus südlicheren Gegenden registriert. Die Algentiefengrenzen haben sich im Unterwasserwald zwischen 1970 und 2005 auf Grund verbesserter Lichtbedingungen nach unten verschoben, was positiv zu bewerten ist. Eine wichtige Art des Unterwasserwaldes, der Brauntang Saccharina latissima, hat seine Bestände jedoch verringert, wobei die Ursachen dafür unbekannt sind. Raum-zeitliche Analysen des Gezeitenbereichs seit 2005 zeigen erstmals die saisonale und interannuelle Dynamik. Vermutlich Sturmereignisse im Winter 2006/07 haben die Deckschicht langjähriger Braunalgen von 100 auf ca. 20% dezimiert. Die Folgen für das System werden momentan analysiert. Im Vortrag werden die Entwicklungen beispielhaft aufgezeigt.

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