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DAVIS GATE: Geodynamik zwischen Grönland und Kanada Erste Ergebnisse der FS Maria S. Merian Expedition MSM09/3 (2008)

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Gohl, K. , Schreckenberger, B. , Funck, D. , Damm, V. , Heyde, I. , Gerlings, J. , Ehrhardt, A. and Lüschen, E. (2009): DAVIS GATE: Geodynamik zwischen Grönland und Kanada Erste Ergebnisse der FS Maria S. Merian Expedition MSM09/3 (2008) , AK Geologie und Geophysik der Polargebiete in dewr DGP, Potsdam.-25. April 2009. .
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Abstract:

Während des Merian-Fahrtabschnitts MSM09/3 wurden Ende 2008 in einer Kooperation zwischen dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI), der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), dem Geologischen Dienst von Dänemark und Grönland (GEUS) und der Dalhousie University geophysikalische Untersuchungen in der Baffinbucht und Davisstraße zwischen Grönland und dem kanadischen Baffininsel durchgeführt. Als Teilvorhaben des IPY-2007/08-Kernprojekts Plate Tectonics and Polar Gateways in the Earth System (PLATES & GATES) hat das Projekt DAVIS GATE das Ziel, eine tektonische und sedimentäre Rekonstruktion des Öffnungsprozesses dieser Meeresstraße zu entwickeln. Die Baffinbucht und Davisstraße spielen eine wichtige Rolle für den Flachwasseraustausch zwischen dem arktischen und dem atlantischen Ozean. Die plattentektonische Entwicklung sowie die magmatischen Ereignisse im Laufe dieser Entwicklung sind bisher kaum bekannt und erforderten eine eindringliche geophysikalische Untersuchung, um akkurate paläobathymetrische und paläogeographische Datensätze für eine vollständige geodynamische Rekonstruktion dieses Gateway zu erstellen. Entlang von drei refraktions/weitwinkelseismischen Profilen unter Nutzung von Ozeanbodenseismometern auf insgesamt 62 Stationen sowie dem Einsatz der Mehrkanal-Reflexionsseismik mit einem 3000 m langen Streamer sind Daten von der sedimentären Bedeckung bis in die tiefe Kruste und teilweise vom obersten Mantel gewonnen worden. Weitere seismische Profildaten ergänzen diese Messungen und lassen Einblicke in die Strukturen des Grundgebirges sowie der dominanten Verwerfungszonen, z.B. der Ungava-Störung, zu. Eine parallel angelegte Magnetfeldvermessung ist auf die Auflösung der zeitlichen Entwicklung der ozeanischen Kruste der Baffinbucht ausgerichtet worden. Ausdünnung und Absenkung der kontinentalen Kruste und Übergangskruste in der Davisstraße und die Entwicklung der ozeanischen Kruste der Baffinbucht konnten mit diesen geophysikalischen Daten, zu der auch kontinuierlich aufgezeichnete Schwerefeld- und Sedimentechographiedaten gehören, untersucht werden. Diese Daten liefern die Informationen über die geometrischen und physikalischen Eigenschaften der Kruste und ihrer Sedimentbedeckung, die für ein realistisches tektonisches, geodynamisches und sedimentäres Modell notwendig sind, das den kontinentalen Abbruchs und der Entwicklung des Ozeanbeckens zwischen Grönland und Kanada paläo-topographisch im Detail beschreibt.

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