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Eisbohrkerne als Klimaarchiv

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Oerter, H. (2009): Eisbohrkerne als Klimaarchiv , Kolloquium DMG ZV Hamburg, Seewetteramt Hamburg. November 2009. .
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Der Vortrag soll zeigen, welche Klimainformation in den polaren Eisschilden gespeichert ist und wie sich dieses Klimaarchiv erschließen lässt. Der Grönländische Eisschild birgt Klimainformation über mindestens 123.000 Jahre, der Antarktische Eisschild über 800.000 Jahre. Das Eis archiviert Informationen über Schwankungen der Lufttemperatur. Es ist das einzige Archiv für Gas, sodass auch die wechselnde Zusammensetzung der Atmosphäre gemessen werden kann. Die in Grönland nachgewiesenen schnellen Schwankungen scheinen charakteristisch für alle Glazialzeiten zu sein. Diese relativ kurzzeitigen Schwankungen im Norden sind offensichtlich über eine klimatische bipolare Wippe (bipolar seesaw) mit vergleichbaren Schwankungen im Süden gekoppelt. In den Eiskernen konnten keine so hohen Konzentrationen an den Treibhausgasen CO2 und Methan nachgewiesen werden, wie sie heute in der Atmosphäre gemessen werden.

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