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Die Expedition ANTARKTIS-V mit FS Polarstern

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Miller, H. and Oerter, H. (1990): Die Expedition ANTARKTIS-V mit FS Polarstern , Reports on Polar Research, Alfred Wegener Institute for Polar and Marine Research, Bremerhaven, 207 p. .
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ANT V/4. KAPSTADT PUERTO MADRYN Während ANT V/4 sollten mit FS "Polarstern" eine Reihe von landgebundenen und marinen Forschungsprogrammen im Bereich des südlichen Weddellmeeres durchgeführt werden. Daneben war während des Fahrtabschnittes auch die Versorgung der Georg-von-Neumayer-Station sicherzustellen. Im einzelnen lassen sich die Forschungsarbeiten dieser Expedition gliedern in marin-geophysikalische Untersuchungen zum Aufbau des sedimentären Stockwerks am Kontinentalhang auf dem Schelf, marin-geologische Untersuchungen zu Fragen der Ablagerungsprozesse und der Klimageschichte, ozeanographische und hydrochemische Untersuchungen zur Bildung und Verteilung des Antarktischen Bodenwassers, die Fortsetzung biologischer Programme des vorangegangenen Fahrtabschnittes durch Lebendhälterung sowie fortgesetzte Benthosprobennahme, glaziologische, geodätische und geophysikalische Felduntersuchungen auf dem Ekströmschelfeis, aerophotogrammetrische Befliegung und Vermessung der Schelfeiskante sowie einiger Gebirgszüge im Ritscher-Hochland.Ursprünglich war ein umfangreiches glaziologisches Programm zur Unterschung des Massenhaushaltes und der Dynamik des Filchner-Ronne-Schelfeises geplant. Wegen widriger Eisverhältnisse konnte "Polarstern" das Filchner-Ronne-Schelfeis jedoch nicht erreichen. Damit entfielen auch die vorgesehenen marinen Arbeiten in der Region vor dem Filchner-Ronne-Schelfeis. Die Glaziologen wichen daraufhin auf das Ekström-Schelfeis aus. Ihre Arbeitsprogramme wurden entsprechend den lokalen Gegebenheiten logistisch und in der wissenschaftlichen Fragestellung modifiziert. Bei den marinen Forschungsprogrammen war keine bedeutende Änderung erforderlich; es wurde die frei werdende Schiffszeit für intensivere Arbeiten in anderen ausgewählten Regionen genutzt.Insbesondere die Landprogramme wurden durch die beiden Polarflugzeuge "POLAR 2" und "POLAR 4" logistisch unterstützt, aerophotogrammetrische Befliegungen wurden mit "POLAR 2" durchgeführt. Daneben wurden mit Hilfe der Flugzeuge mehrere Erkundungsflüge und auch ein erster Versorgungsflug in das Gebiet der Shackleton Berge als Vorarbeit für im nächsten Südsommer geplante Feldkampagnen durchgeführt. Ebenso konnte mit Flugunterstützung ein Teil des im Filchner-Programm vorgesehenen geodätischen Arbeitsprogramms realisiert werden, als die beiden Flugzeuge für eine Woche von der Filchner-Station aus operierten. Die Flugzeuge lieferten dem Schiff auch wertvolle Informationen über die Eissituation. Die Operationen und Forschungsarbeiten des Schiffes wurden durch zwei Hubschrauber unterstützt. Sie wurden zur Eiserkundung eingesetzt, insbesondere während geophysikalischer Profilfahrten mit langen geschleppten und eisempfindlichen Systemen sowie zum Transport von Personen und Versorgungsgütern zur Georg-von-Neumayer-Station und für den Aufbau eines Treibstoffdepots bei Halley. Darüber hinaus ermöglichten sie Vermessungsarbeiten entlang der Schelfeiskante zwischen Halley und Georg-von-Neumayer sowie die Einrichtung eines Fixpunktes bei den Nunatakern Boreas und Passat.Während 12 Wochen arbeiteten 54 Wissenschaftler und Techniker aus deutschen und ausländischen Institutionen, zum Teil auch in interdisziplinären Arbeitsgruppen, eng zusammen. Zeitweise lagen dabei aber auch große Entfernungen zwischen den einzelnen Gruppen. Die Expedition verlief völlig unfallfrei.ANT V/5. PUERTO MADRYN - BREMERHAVENDie Arbeiten auf FS Polarstern während dieses Fahrtabschnittes galten der Messung von Spurenstoffen in der Atmosphäre, im Wasser und in Organismen. Ziel der Untersuchungen ist die Kenntnis der quantitativen Zusammensetzung der natürlichen und anthropogenen Spurenstoffe der Süd- und Nordhemisphäre, des Schicksals der einzelnen Stoffe in der Atmosphäre, im Wasser und in Organismen und die Abschätzung ihres Beitrages zu den verschiedenen Stoffkreisläufen. Mit der Untersuchung anthropogener Belastungsstoffe im Süd- und Nordatlantik wird im Zusammenhang mit Untersuchungen in der Antarktis eine umfassende Dokumentation des menschlichen Einflusses auf diese Meeresgebiete angestrebt.Die Arbeiten der verschiedenen Forschungsgruppen erstreckten sich auf:Untersuchungen zur Bildung und Ausbreitung flüchtiger Schwefelverbindungen,Analysen von Schwermetallen in Aerosolen, Wasser und Organismen,Analysen von Kohlenwasserstoffen und flüchtigen Halogenverbindungen kleiner Molekülgröße,die Identifizierung und Quantifizierung natürlicher organischer Verbindungen und von Xenobiotica im Wasser und in Organismen, Bestimmung des gesamtorganischen Kohlenstoffs im Wasser,die Erfassung atmosphärischer Radioaktivität,Messung des Ozons und von OH-Radikalen in der Atmosphäre und Stratosphäre.Untersuchungen zur Strahlungsbilanz durch Messung verschiedener StrahIungskomponenten und Messungen der Vertikalkomponente des Erdmagnetfeldes bildeten den physikalischen Beitrag zum Gesamtprogramm.Durch die gleichzeitige Untersuchung bestimmter Stoffgruppen soll eine bessere Charakterisierung von Quellen und Senken für diese Komponenten ermöglicht werden.Vor Beginn der Reise besuchte Bundespräsident Richard von Weizsäcker FS Polarstern in Puerto Madryn, Argentinien, und informierte sich bei einem Rundgang über Leistung und Einsatzgebiete von FS Polarstern und über die Forschungsaufgaben der Arbeitsgruppen auf den verschiedenen Fahrtabschnitten.

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