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Analyse der Eisstruktur aus seismischen Weitwinkel-Daten mit Hilfe einer NMO Korrektur 4. Ordnung (Eta-NMO)

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Diez, A. , Eisen, O. , Hofstede, C. , Bohlen, T. , Weikusat, I. and Kipfstuhl, S. (2012): Analyse der Eisstruktur aus seismischen Weitwinkel-Daten mit Hilfe einer NMO Korrektur 4. Ordnung (Eta-NMO) , 72. Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft, Hamburg, Germany, 5 March 2012 - 8 March 2012 .
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Durch die Analyse von Eiskernen aus der Antarktis ist bekannt, dass die Eisstruktur in Eisschilden anisotrop ist und sich über die Tiefe mehrfach ändert. Ein besseres Verständnis der Anisotropien im Eis ist wichtig um Paläoklimadaten besser interpretieren zu können und Fliessmodelle von Eis zu optimieren. Die Emmy-Noether Nachwuchsforschungsgruppe LIMPICS verwendet Seismik- und Radarmessungen um Eiseigenschaften zu bestimmen und diese mit Messungen an Eiskernen zu verknüpfen. Die aus dem Eiskern EDML (Dronning Maud Land, Antarktika) gewonnen Eigenwerte zur Beschreibung der Eismatrix werden in Bezug gesetzt zum Elastizitätstensor. Aus dem Elastizitästensor werden dann die zu erwartenden Geschwindigkeiten und Reflexionskoeffizienten berechnet. Zusätzlich wird der Wert Eta bestimmt, der sich aus den Thomsen-Parameter epsilon und delta berechnet. Der Wert Eta ist ein Maß für die Anisotropie von VTI-Medien und ein wichtiges Hilfsmittel bei der NMO-Korrektur anisotroper Daten. In anisotropem Material ist die Näherung der Reflexionshorizonte durch Hyperbeln nicht mehr ausreichend für die NMO-Korrektur. Deswegen wird der moveout durch eine NMO Korrektur 4. Ordnung berechnet. Im Januar 2011 wurde eine Weitwinkelmessung am Halvfarryggen, Dronning Maud Land, Antarktika geschossen. An diesen Daten wurden RMS-Geschwindigkeiten und effektive Eta-Werte bestimmt. Diese Werte können anschließend in Intervall-Geschwindigkeiten und Intervall-Eta-Werte umgerechnet werden und geben so einen Hinweis auf das Maß der Anisotropie der einzelnen Schichten. Somit können erste Erkenntnisse über die Anisotropien am Halvfarryggen gewonnen werden. Da dort allerdings keine Eiskerndaten vorliegen, soll die Validierung dieser Methode durch die Auswertung einer Weitwinkelmessung in der unmittelbaren Nähe des Eiskerns EDML erfolgen. Die im Januar 2012 gemessenen Weitwinkeldaten sollen auf den Wert Eta analysiert und die Ergebnisse mit den Eiskerndaten des Eiskerns EDML vergleichen werden.

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