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In den polaren meereisbedeckten Regionen mit zunehmender Exploration und Trans¬port von Erdölen steigt die Gefahr einer Erdölver¬schmutzung ständig. Bislang werden keine Bioremediations¬verfahren eingesetzt, da dies nur oberhalb des Gefrierpunkts möglich schien. Die in den Eis bedeckten Regio¬nen vorherrschenden Temperaturen liegen aber unterhalb des Gefrierpunktes. Derzeit wird eine mechanisch oder physiko-chemische Entfernung der Verschmutzung favorisiert, was aber Restverschmutzungen zurücklässt und umweltschä¬digend wirkt. Das erfindungsgemäße Biore¬mediations¬verfahren sieht eine Inkontaktbringung der abzubauenden Petroleum-Kohlenwasserstoffe mit einem Inokulum vor, dass neben einem umweltfreundlichen Träger¬material und Nährstoffen ein Bakteriengemisch aus unterschiedlichen kälteange¬passten, autochthonen Bakterienstämmen aufweist, die an unterschiedliche Abbauorte und abzubauende Petroleum-Kohlenwasserstoffe angepasst sind, indem sie ein unterschiedliches Abbauspektrum und Ölemulgierungsverhalten sowie einen unterschiedlichen Salz- und Temperaturtoleranzbereich auf¬weisen, jedoch bei -3°C noch aktiv sind. Geeignete Bakterienstämme und daraus erhältliche Enzyme können durch labortechnische Anreicherung und Isolation von Bakterien unter Realeisbedingungen bei 3°C und Ölkontamina¬tion gewonnen werden. 11 bevorzugte Bakterienstämme wurden bei der DSMZ hinterlegt.


