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Abschluss des EPICA-Vorerkundungsprogramms in Dronning-Maud-Land, Antarktis

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Oerter, H. (2001): Abschluss des EPICA-Vorerkundungsprogramms in Dronning-Maud-Land, Antarktis , 20. Internationale Polartagung der Dt. Ges. f. Polarforschung, Dresden.-30.03.2001. .
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Das European Project for Ice Coring in Antarctica (EPICA), an dem 10 europäische Länder beteiligt sind und das mit Mitteln der Europäischen Kommission gefördert wird, sieht zwei Tiefbohrungen in der Antarktis vor. Die erste wird zur Zeit auf Dome Concordia, im pazifischen Sektor der Antarktis gelegen, abgeteuft. Die zweite sollte in Dronning-Maud-Land, im atlantischen Sektor liegen. Für sie musste eine geeignete Bohrlokation erkundet werden. Im Südsommer 1995/96 begann das EPICA-Vorerkundungsprogramm in Dronning-Maud-Land. Weitere 5 Expeditionen folgten bis am Ende der Saison 2000/01 das Bohrcamp auf dem Amundsenisen, Dronning-Maud-Land, eingerichtet sein wird. Ein umfangreiches, internationales Vorerkundungsprogramm studierte Akkumulationsverteilung, Eismächtigkeiten sowie die Verteilung von Isotopengehalten und Konzentration der Hauptionen im Schnee. Die zeitliche Veränderung der Akkumulationsraten und der Schneeinhaltsstoffe wurde an Firnkernbohrungen großflächig für die letzten 200 Jahre und an ausgewählten Punkten zurück bis zu 2000 Jahre vor heute abgeschätzt. Begleitet wurden die Feldstudien durch numerische Modellierung zur Dynamik des Eisschildes. Eine Lokation bei 75° S und 0.1° E auf 2892 m Meereshöhe gelegen erwies sich als vielversprechende Bohrlokation. 2750 m dickes Eis liegt dort über relativ ebenem Untergrund. An der Bohrlokation, auf einer Eisscheide gelegen, bewegt sich das Eis nur mit etwa 2 m/a. Die langjährige Akkumlationsrate beträgt 62 kg/m2 a. In der Schneedecke scheinen die Niederschläge in ihrer jahreszeitlichen Abfolge enthalten zu sein. Eine umfangreiche Umweltverträglichkeitsstudie wog den möglichen Einfluss der mit dem Tiefbohrprojekt verbundenen Aktivitäten auf die glaziale Umwelt, Klima- und Wetterverhältnisse, Meeresumwelt sowie Flora und Fauna ab. Sie wurde gemäß den Vorschriften des Umweltschutzprotokolls zum Antarktis Vertrag international zur Diskussion gestellt. Das Umweltbundesamt hat die Aktivität letztendlich mit gewissen Auflagen genehmigt. Bis zum Ende der Saison 2000/01 soll ein Bohrcamp für 20 Personen, unter Verwendung von Bauteilen der ehemaligen Filchner Station, eingerichtet und die ersten 100 m des Bohrlochs gebohrt sowie verrohrt werden. Damit wären die Vorbereitungen vor Ort zum Beginn der flüssigkeitsgestützten Tiefbohrung in der Saison 2001/02 getroffen.

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