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228Ra als Tracer für die Verbreitung von Schelfwasser in der Arktis und im südlichen Atlantischen Ozean

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Hanfland, C. , Legeleux, F. , Höltzen, H. and Rutgers v. d. Loeff, M. (1998): 228Ra als Tracer für die Verbreitung von Schelfwasser in der Arktis und im südlichen Atlantischen Ozean , 19. Internationale Polartagung, 28.9.-2.10.1998, Bern, Schweiz. .
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228Ra (Halbwertszeit 5,8 Jahre) entsteht durch den Zerfall von 232Th, das im Gegensatz zum Meerwasser in allen marinen Sedimenten vorhanden ist. Aufgrund seiner Löslichkeit wird 228Ra von Meeressedimenten freigesetzt und kann in flachen Schelfgebieten zu hohen Aktivitäten akkumulieren. Mit Abstand zu diesen Quellen nehmen seine Aktivitäten jedoch schnell ab, weswegen 228Ra als Tracer für Wassermassen benutzt werden kann, die über längere Zeiträume mit ausgedehnten Schelfgebieten in Kontakt standen.Während der FS Polarstern-Expeditionen ARK XI/1, ARK XIII/2, ANT XV/2 und ANT XV/3 wurden Oberflächenwasserproben im Arktischen Ozean und im atlantischen Sektor des Südpolarmeers genommen. Ausgewählte Tiefenprofile erlauben Auskunft über die vertikale Ra-Verteilung. Anhand der 228Ra-Gehalte sollen diese Proben Aufschluß über Strömungsverhältnisse in den polaren Meeren geben.In der Arktis konnte auf früheren Expeditionen die Verbreitung der sibirischen Schelfwässer mit der Transpolardrift verfolgt werden (Rutgers van der Loeff et al. 1995, DSR II, 42, 1533-1553). Für den Bereich der Laptev-See und der Fram-Straße liegen nun weitere, besser aufgelöste Profile vor.Im Vergleich zum Arktischen Ozean mit seinen ausgedehnten sibirischen Schelfgebieten sowie hohen Flußeinträgen zeigen die Daten im Weddellmeer sehr viel niedrigere Aktivitäten an 228Ra, die teilweise unterhalb der Meßgrenze für g-Spektrometrie liegen. Die Analyseverfahren werden dadurch komplizierter, weil in diesem Fall 228Ra über den Gehalt seines Enkelnuklids 228Th bestimmt werden muß. Aus diesem Grunde werden für das Südpolarmeer erst vorläufige Ergebnisse gezeigt.

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