ePIC

Lidar-Fernerkundung von troposphä-rischem Ozon und Aerosol in einer urbanen Umgebung

Edit Item Edit Item

General Information:

Citation:
Immler, F. (1999): Lidar-Fernerkundung von troposphä-rischem Ozon und Aerosol in einer urbanen Umgebung , PhD thesis, Freie Universität Berlin.
Cite this page as:
Contact Email:
Download:

Supplementary Information:

Abstract:

Die hier beschriebenen Meßverfahren wurden in der BERLIOZ-Feldmeßkampagne eingesetzt, die eine genaue Analyse der chemischen und dynamischen Vorgänge zum Ziel hatte, die bei der Bildung und Verbreitung von photochemischen Smog eine Rolle spielen. Während der BERLIOZ-Meßphase konnte mehrmals die Ausbildung von Sommersmog beobachtet werden. Mit dem Ozonlidar wurden in dichter zeitlicher Fol-ge Vertikalprofile gemessen, die die Bildung von Ozon und seine Ausbreitung innerhalb der Grenzschicht dokumentieren. Die Struktur dieser Grenzschicht, ihre Höhe und der Grad ihrer Durchmischung konnte mit den zeitgleich stattfinden TAD-Messungen nachge-wiesen werden. Dabei wird deutlich, daß die, im Sommer typischerweise 1500 m bis 2000 m hohe Grenzschicht in der Regel einen festen "Reaktionskessel" für die Photoche-mie bei Sommersmogepisoden darstellt. An einem Beispiel konnte aber auch gezeigt wer-den, wie dieser Kessel aufbricht und sich die Luftmasse der Grenzschicht bis in 3 km Höhe ausbreitet.Mit Hilfe des LASD-Verfahrens wurde das Aerosol in der Grenzschicht anhand der mit dem Lidar gemessenen optischen Eigenschaften charakterisiert. Dabei zeigt sich aufgrund des Rußgehaltes, daß die Partikel trotz des zentralen Meßorts in der Mitte Berlins in der Regel einen ruralen Ursprung haben und nur in verhältnismäßig geringem Maße urbanen Einflüssen ausgesetzt sind. Gelegentlich setzt sich aber ein Aerosol durch, das einen deut-lich urbanen Charakter aufweist. Diese Ereignisse gehen oftmals mit einem Rückgang der Ozonkonzentration einher. Das läßt den Schluß zu, daß urbane Luftmassen einen kurzfris-tigen Ozonabbau mit sich bringen, an dem auch heterogene Reaktionen an den Oberflächen von Rußpartikeln eine Rolle spielen können.Eine Rückkopplung der Aerosollast auf den Ozonhaushalt über die Strahlung kann hinge-gen ausgeschlossen werden. Entgegen den Erwartungen findet man zu keinem Zeitpunkt der Meßperiode einen deutlichen Einfluß der Aerosole in der Grenzschicht auf den aktini-schen Fluß und damit auf die Photolyseraten. Dies zeigen Messungen, die während BERLIOZ vom Max-Planck-Institut für Chemie (Mainz) durchgeführt wurden. Ebensowe-nig konnte ein Einfluß des troposphärischen Aerosols auf die solare Einstrahlung im Be-reich des UV-C nachgewiesen werden, das mit einem Spektralradiometer des Alfred-Wegener-Instituts zur gleichen Zeit gemessen wurde. Da diese Ergebnisse nicht mit den Resultaten von Strahlungstransferrechnungen in Einklang stehen, die anhand der  mit den Lidarmessungen bestimmten  Aerosolverteilungen von Barabara Früh (Universität Mainz) durchgeführt wurden, bleiben hier noch offene Fragen.

Further Details:

Item Type:
Thesis
Authors:
Divisions:
Programs:
Eprint ID:
8841
Imprint
AWI
Policies:
read more
OAI 2.0:
http://epic.awi.de/cgi/oai2
ePIC is powered by:
EPrints 3