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Klimaforschung im ewigen Eis der Antarktis

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Oerter, H. (2003): Klimaforschung im ewigen Eis der Antarktis , Verein Kunst und Wissenschaft, Walsrode.11.2003. .
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In den polaren Gebieten unserer Erde liegen zwei gewaltige Eisschilde. Im nordpolaren Raum ist es die Insel Grönland, siebenmal so groß wie die Bundesrepublik, die mit einem bis zu 3000 m dicken Eispanzer bedeckt ist, im Gebiet um den Südpol liegt der Kontinent Antarktis, dessen Eisbedeckung sogar zehnmal größer als die von Grönland ist. Der antarktische Eisschild ist an seiner dicksten Stelle etwa 4000 m dick und die tiefsten Eisschichten sind bis zu 800.000 Jahre alt. Das polare Eis ist ein einzigartiges Klimaarchiv, das nicht nur Informationen über Veränderungen der Lufttemperatur in der Vergangenheit enthält sondern auch über die Zusammensetzug der Atmosphäre vergangener Zeiten auskunft geben kann. In kleinen Blasen wird Luft ins Eis eingeschlossen und konserviert, so dass wir heute diese Luft zum Beispiel auf ihren Gehalt an den Treibhausgasen Kohlendioxid oder Methan analysieren können. Wenn man das Klimaarchiv Eis erschließen will, muss man tief ins Eis bohren und die gewonnenen Eiskerne im Labor untersuchen. Das jüngste Eiskerntiefbohrprojekt ist das European Project for Ice Coring in Antartica (EPICA) das den Antarktischen Eisschild an zwei Stellen bis zum Untergrund durchteufen will. Die erste Bohrung ist bereits bis in 3200 Meter Tiefe vorgedrungen und hat 750.000 Jahre altes Eis zu Tage gefördert, die zweite Bohrung hat die halbe Eismächtigkeit erreicht und wird im nahenden Antarktissommer fortgesetzt. Fragen, die die Wissenschaftler lösen möchten sind nicht nur Schwankungen von Temperatur, Gasgehalten in der Atmosphäre sondern auch wie global Klimaschwankungen auftreten. Sehen wir die gleichen Signale im Eis von Grönland und in der Antarktis, treten sie gleichzeitig auf oder wurde es am Ende der letzten Eiszeit erst in der Antarktis warm und dann im Norden? Der Vortragende, Dr. Hans Oerter, arbeitet als Glaziologe (Eisforscher) am Alfred-Wegener-Institut für Polar und Meeresforschung in Bremerhaven, hat selbst an mehreren Expeditionen nach Grönland und in die Antarktis teilgenommen. Mit Lichtbildern wird ein lebendiger Eindruck vermittelt, wie ein solches Bohrcamp in der Antarktis aufgebaut und betrieben wird und auf welch langem Weg die gebohrten Eiskerne von der Antarktis bis ins Eislabor in Bremerhaven gelangen. Der Vortragende kann aus erster Hand über die neuesten Ergebnisse aus der Klimaforschung im ewigen Eis berichten.

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