Die Mär vom grenzenlosen Reichtum: Was macht die Ozeane (un)produktiv?


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Abstract

Klimavariabilität auf verschiedenen Zeitskalen trägt maßgeblich dazu bei, dass die Erträge lebender Ressourcen großen Schwankungen unterliegen. In jüngerer Zeit haben menschliche Nutzung und schädliche anthropogene Einwirkungen auf marine und limnische Ökosysteme ein solches Ausmaß angenommen, dass die Erträge freilebender Ressourcen zurückgehen; Reserven sind kaum noch vorhanden, und die Erkenntnis setzt sich durch, dass die Ozeane nicht unerschöpflich sind. Bei den Bestandseinbrüchen können natürliche Effekte des Klimawandels und durch den Menschen verursachte Auswirkungen sich aufsummieren wie im Fall des El Niño, der PDO und der Überfischung von Schwarmfischen, deren Einzelwirkungen nur schwer zu entschlüsseln sind. Zu direkten Wirkungen auf die Bestände, zum Beispiel durch den Fischfang, kommen indirekte Effekte über die Vernichtung komplexer Lebens-räume und die Reduktion der Biodiversität. Verbesserungen im Management, vor allem ein noch stärkerer ökosystemarer Bezug aller Maßnahmen und die Einrichtung von Schutzgebieten sind notwendig, können die Talfahrt aber allenfalls bremsen. Nennenswerte Zuwachsraten in der Produktion lebender Ressourcen sind künftig nur aus der Aquakultur zu erwarten, die ebenfalls erhebliche Nebenwirkungen mit sich bringt. Dennoch gibt es zu einer ökologisch angepassten, umweltfreundlichen und nachhaltigen Aquakultur keine Alternative.



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Eprint ID
15110
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Arntz, W. and Laudien, J. (2006): Die Mär vom grenzenlosen Reichtum: Was macht die Ozeane (un)produktiv? , HGG-Journal / Heidelberger Geographische Gesellschaft+20, 19 , pp. 3-22 .


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