Assimilierung von Messdaten, Ozean


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Abstract

Anspruchsvolle Ansätze zur Datenassimilationim Ozean haben in der Vergangenheitunterschiedliche Wege beschritten.Der eine Weg stützt sich auf eine immerbessere und aufwändigere Beschreibungder Ozeanzirkulation in Kombination miteinfachen Assimilationsmethoden.Komplementär dazu ist der Ansatz, sehrkomplexe und rechenintensiveAssimilationsverfahren auf Ozeanmodellemit grober Auflösung oder anderenVereinfachungen anzuwenden. Im Verlaufvon GODAE werden sich diese Wege einanderannähern. Zur Kurzfristvorhersage desOzeans für ein bis zwei Wochen könnenwir ausgereifte Modelle mit relativ guter räumlicher Auflösung undhochentwickelten Assimilationsverfahrenerwarten.Wichtige Fragen der Klimatologie oderdes Verständnisses von Ozeanprozessenlassen sich aber nur durch Reanalysenüber lange Zeiträume klären. Ähnlichgelagert ist die mittelfristigeOzeanvorhersage zum Beispiel für ElNino oder zur Unterstützung derWettervorhersage. Für diese Klasse vonProblemen wird die Zweiteilung derDatenassimilation noch lange bestehenbleiben. Das Schwergewicht liegt dannalternativ auf der Qualität desOzeanmodells oder auf derAssimilationsmethode. Auf beiden Wegensind noch viele interessante Aufgabenzu lösen. Schließlich gilt in derOzeanographie wie in der Meteorologie,dass Messungen unersetzlich sind. Trotzund automatischen Meßsystemen die immerwichtiger werden kann man auch inZukunft auf den gezielten Einsatz vonForschungsschiffen nicht verzichten.



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Peer-reviewed
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Published
Eprint ID
9094
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Schröter, J. (2003): Assimilierung von Messdaten, Ozean , Promet, 29, 1 , 55--62 .


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